Pokerstrategie

Cashgames oder Turniere?

Veröffentlicht von am August 28, 2011

Im Folgenden gibt es einen Vergleich von Cashgames und Turnieren, welches zwei grundverschiedene Spiele sind.

Die traditionelle Form des Pokerns ist das Cashgame Poker, dort entsprechen die Chips echtem Geld, man kann zu jeder Zeit das Spiel verlassen oder sich einkaufen. Das Spiel beginnt von vorne mit jeder neuen Runde. Anders sieht es beim Turnier aus, dort werden die Einsätze im Voraus getätigt, Blinds werden erhöht und die Spieler fliegen raus. Je länger ein Turnier dauert umso mehr steigt die Spannung und der Druck und in späten Turnierphasen muss man handeln, da man nicht auf gute Hände warten kann.

Bei einem Turnier geht es beim All-In ums Ausscheiden, beim Cashgame sieht das anders aus, auch wenn der All-In ein Verlust ist, man kann dennoch weiter spielen und weitere Chips kaufen. Wenn man aufsteht und geht ist das Cashgame vorbei, beim Turnier ist es anders, ein Turnier ist vorbei wenn man es gewinnt oder wenn man rausgeflogen ist.

Bei den Turnieren setzt man eher klein und versucht groß zu gewinnen. Die Gefahr ist gering das man sehr viel Geld verliert, denn man weiß ja was man einsetzen kann und auch wie viel man verlieren kann. Bei den Cashgames sieht es anders, denn dort weiß man nie was eine Session bringt, deshalb benötigt man ein besseres Geld-Management.

Spielt man in einem Tunier schlecht und ist tilt, könnte es einem den Buy-In kosten und die Zeit, welche man investiert hat. Ein schlechtes Pokerspiel bei einem Cashgame, kann einen ruinieren, denn man kann sehr schnell alles verlieren wenn man fehlerhaft spielt. Die Chance, einen Tisch als Gewinner zu verlassen ist bei den Cashgame höher wie bei den Turnieren, denn bei den Turnieren gewinnen nur die Spieler mit einer guten Platzierung, daher geht es bei Turnieren auch darum, eine gute Platzierung zu erreichen. Um dieses Ziel erreichen zu können, muss man schon mal Risiken eingehen und schon mal zocken. Beim Cashgame hätte dies fatale Folgen, denn Turniere bestehen aus verschiedenen Phasen.

Die Situationen in einem Turnier werden immer angespannter, je länger ein Turnier dauert. Seine Strategie muss man immer anpassen. Ein Turnierspieler kann zum Ende hin ein aggressiver Spieler werden, auch wenn er zu Beginn nicht am Geschehen beteiligt war. Solche Phasen, welche eine bestimmte Strategie erfordern, gibt es beim Cashgame nicht. Immer „Hier und Jetzt“ werden Cashgames gespielt. Klar kann sich auch die Strategie ändern, dies hängt aber dann nicht von einer Phase ab, sondern von den Gegnern. Alles beginnt von vorne nach einer neuen Hand, denn jede neue Hand ist ein neues Spiel.

Auch bei den Gewinnen gibt es Unterschiede. Etwa 20% kommen bei den Turnieren in die Preisränge und 80% der Spieler scheiden aus. Bei den Cashgames kann jede Hand ein Gewinn sein und nach jedem Gewinn kann man aufstehen und gehen, auch wenn man erst die erste Hand gespielt hat.

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